Ford Motor Company, Detroit /Michigan

Fords Model T war das erste, am Fließband gefertigte Auto. Die Fließbandfertigung
rationalisierte die Herstellung und ermöglichte niedrige Verkaufspreise.

Henry Ford und sein Technikerteam begannen mit der Entwicklung des Model T im
Jahr 1906. Zu diesem Zeitpunkt war die 1903 gegründete Ford Motor Company bereits
einer der größten amerikanischen Automobilhersteller. Fords Ziel war es, ein leichtes,
robustes und langlebiges Automobil produzieren, das für jeden mit einem regelmäßigen
Einkommen erschwinglich sein sollte.

Plattform und Grundlage des Model T war das gerade 400 kg schwere Chassis. Der
Rahmen lagerte auf nur zwei an der Vorder- und Hinterachse quer gelegten Druckfedern
aus Vanadiumstahl. Die Dreipunktaufhängung der Achsen und Dreipunktlagerung des
Motors waren eine Spezialität des Model T, die u. a. auf der Qualität des neuen Stahls
basierte. Der wassergekühlte 4-Zylinder-Reihenmotor mit abnehmbaren Zylinderköpfen
und seitlicher Ventilsteuerung war vorne längs eingebaut und fest mit einem Planetengetriebe
verblockt. Der Wagen hatte eine Fußschaltung, die mit 2 Vorwärts- und einem Rückwärtsgang
und einer Getriebebremse, ursprünglich mit 2, später mit 3 Pedalen. Den Zündstrom lieferte ein
Schwungscheiben-Magnet. Die Einstellung der Zündung und Gasregelung erfolgten vom
Lenkrad aus. Angelassen wurde der Motor mit einer Handkurbel vorn unterhalb des Kühlers,
der anfangs aus Messing gefertigt war. Erst 1919 wurde optional einen automatischen
Anlasser eingebaut.

Von 1908 bis 1927 wurde das Model T über 17 Millionen Mal gebaut und verkauft.

Das billige Auto startete in den USA die Massenmotorisierung.

Der Konzeption des Model T waren Experimente mit Vanadiumstahl vorausgegangen.
Durch die Beimischung von Vanadium wies der Stahl eine größere Zugfestigkeit auf als
herkömmlicher Stahl. Das kam der Stabilität wie der Einsparung von Material entgegen.
In die Konzeption des Model T flossen von Anfang an auch Überlegungen für eine
vereinfachte Fertigung und Teilegestaltung ein, die es ermöglichen sollten, in kürzerer
Zeit mehr zu produzieren. So wurde der Motor erstmals aus einem einzigen Zylinderblock
für vier Zylinder gefertigt. Um die Zylinder zugänglich zu machen und Guss und Montage
zu erleichtern, wurde der Teil für die Zylinderköpfe abnehmbar gestaltet – ein Prinzip, das
sich bis heute bewährt hat.
1921/22 überschritt die Produktion bei Ford durch die neuen Fertigungsmethoden die
Stückzahl von jährlich weit über 1 Million Fahrzeuge.

 
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This page was last modified on 10.07.2014